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	<title>short story &#8211; Love Family: Frei sich bilden, Entschleunigung, Reisen</title>
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	<description>Frei sich bildende Familie unterwegs und zu Hause</description>
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		<title>Schlüsselerlebnis in Marokko</title>
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		<dc:creator><![CDATA[MartinPi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 19 Feb 2017 01:47:53 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[short story]]></category>
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					<description><![CDATA[Freitag ist für Muslime ein besonderer Tag. Das Mittagsgebet hat einen hohen Stellenwert und es sind viel mehr Männer auf den Strassen unterwegs, als sonst. So auch eines vormittags in Tanahout, als ein freundlich&#46;&#46;&#46;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Freitag ist für Muslime ein besonderer Tag. Das Mittagsgebet hat einen hohen Stellenwert und es sind viel mehr Männer auf den Strassen unterwegs, als sonst.<br />
So auch eines vormittags in Tanahout, als ein freundlich aussehender Mann sich nicht weit von unserer roten Feuerwehr setzte und mir mit einem »Daumen Hoch« zu verstehen gab, dass er unser Auto toll findet.<br />
Ich hockte mich zu ihm, denn er hatte eine besonders freundliche Ausstrahlung. Er konnte leider kein einziges Wort französisch, was uns aber nicht daran hinderte, uns mit Händen und Füssen zu unterhalten.</p>
<p class="p1">Ich kann auf Arabisch bis zehn zählen und auch sagen, wie ich heisse. Ersteres half mir in dieser Situation nicht, deswegen sagte ich »Ana ismi: Martin!« So zückte er seine Brieftasche, holte den Ausweis heraus und zeigte mir seinen Namen, der auch in Lateinischen Buchstaben abgedruckt war. Ich konnte mich im Nachhinein nur noch an den Vornamen Mugdal erinnern. Ausserdem glaubte ich verstanden zu haben, dass er Berber ist, in der Mitte zwischen Marrakesch und Tanahout wohnt, zu Fuss hergekommen ist, und wahrscheinlich auch Imam einer Moschee ist. Er fragte mich wo wir schon in Marokko waren, wo wir noch hinwollen und mittels 2 Steinen, die er von der Sonne in den Schatten schob, warum wir denn mit unserem Gespann nicht in den Schatten ziehen, wo sich der Wagen nicht so sehr aufheizt. Ich vermute, er hat es nicht verstanden, dass wir Solarpaneele auf dem Dach haben, die unseren Strom erzeugen.<br />
Bald verabschiedete er sich und ich war ein wenig traurig. Er schien ein humorvoller und offener Mensch zu sein, dessen Gesellschaft ich gerne länger genossen hätte.</p>
<h3 class="p1">Fundstück</h3>
<p class="p1">Am Nachmittag entdeckte ich an dem Platz, wo wir uns am Vormittag unterhalten hatten zwei kleine Schlüssel an einem Bindfaden und ich folgerte sogleich, das diese von dem freundlichen Berber stammen mussten.<br />
Schnurstracks ging ich mit dem Bund und einem Foto, dass meine Frau glücklicherweise aus dem Wagen von uns geschossen hatte, in den Laden gegenüber und fragte, ob jemand den Mann kenne. Ich wurde noch zum Friseur geschickt, der ja viele Leute kennt und auch gut besucht war. Jeder wollte das Foto sehen, aber nicht jeder verstand, warum ich wissen wollte, wer dieser Mann ist und was es mit den Schlüsseln auf sich hatte. Nach langem Erklären mit meinem gebrochenen Französisch konnte mir leider niemand weiterhelfen. Ich wollte die Gastfreundlichkeit, die ich hier überall erfahre, ein wenig zurückgeben.<br />
So forderte ich den Ladenbesitzer auf, den Schlüssel zu verwahren und einen Zettel an dem Pfeiler aufzuhängen, wo wir beide zusammengehockt und der Schlüssel wahrscheinlich beim Herausholen aus der Brieftasche auf den Boden gefallen war.<br />
Am Abend war der Schlüssel immer noch beim Ladenbesitzer, aber leider auch kein »Schlüssel gefunden« Schild aufgehängt.</p>
<h3 class="p1">Ein kleines Abenteuer</h3>
<p class="p1">Am nächsten Morgen sagte ich dann zu meiner Familie: »Lasst uns doch einfach den Schlüssel wieder zum Besitzer bringen. Wir werden ihm sicherlich eine große Freude bereiten, lernen vielleicht dadurch eine nette Familie kennen.« Unser großer Sohn war zwar nicht einverstanden, er wollte lieber Lego spielen. Doch wir einigten uns, dass das »Detektivspiel« nur zwei Stunden dauern dürfe.<br />
<span style="font-size: 1.125rem;">So fuhren wir mit dem Schlüssel und dem Foto des Besitzers los, um ein kleines Abenteuer zu erleben.</span></p>
<p class="p1">Auf ungefähr halbem Weg nach Marrakesch war gegenüber einer Moschee ein kleiner Laden. Dort fragte ich in verdutzte Gesichter, ob jemand den Mann auf dem Foto kenne. Aber keiner konnte mir weiterhelfen.<br />
Schon beim nächsten Laden etwa 500 Meter weiter hatte ich Erfolg. Ein älterer Herr, mit dem ich mich gut auf Französich unterhalten konnte, erkannte ihn wirklich als Imam und sagte, wir müssten wieder etwa 1 Kilometer zurück fahren. Ich überredete ihn, mitzukommen, denn ich bin überfordert bei Wegbeschreibungen, die mehr als eine Richtungsänderung enthalten. Ich freute mich, schon beim zweiten Versuch einen Treffer gelandet zu haben. Und natürlich auch auf das strahlende Gesicht des Geistlichen, den ich gerne noch mal wiedersehen wollte.Wir fuhren also zum vorher beschriebenen Dorf. Er fragte sich nach der Moschee durch und nachdem ich mit zwei meiner Söhne an der Hand und unserem Helfer durch eine Ansammlung von Lehmhütten gelaufen waren, standen wir vor einem unscheinbaren kleinen Haus.<br />
Sie besaß, nicht wie sonst üblich, einen Turm, der von weithin sichtbar ist, sondern lediglich zwei Megaphone an einer langen Stange, mit denen die Gläubigen zum Gebet gerufen werden.Die Metalltür war verriegelt und mit einem Hängeschloss gesichert. Spasseshalber versuchten wir das Schloss zu öffnen, aber die Schlüssel passten nicht.</p>
<p class="p1">Einen Nachbarn fragten wir dann nochmals, ob er den Mann auf dem Display der Kamera kenne und ja, es war der Imam der kleinen Moschee. Er werde ihn anrufen, denn er habe die Telefonnummer.<br />
Auch dieses Mal wurde ich enttäuscht, denn er meldete sich nicht. Er behielt aber den Schlüssel, um ihn dem Besitzer zurückzugeben.</p>
<h3 class="p1">Finderlohn</h3>
<p class="p1">Ich war nun traurig, dass ich die Freude des Mannes nicht miterleben durfte und ihn vielleicht nicht wiedersehen könnte. Ich glaubte nicht daran, dass er noch einmal zu unserer Feuerwehr kommen würde, um sich bei uns für die Mühe zu bedanken.<br />
Aber es sollte anders kommen.<br />
Wir brachten den alten Mann zum Laden zurück, wo wir ihn getroffen haben. Auf der Rückfahrt erzählte er mir, dass er 8 Kinder habe. Er zeigte mir das sehr viel größere Haus seines kleineren Bruders.<br />
Dann fragte er mich nach einem Entgelt für seinen Dienst. Ich musste lachen, weil ich davon ausgegangen bin, ich sei doch derjenige, der einen Finderlohn verdiene.</p>
<p class="p1">Aber schon einmal hatten wir die Dienste eines jungen Mannes in Anspruch genommen, der sagte, wir können den Preis selber bestimmen. Der von mir angebotene Lohn für eine kurze Führung in der »Kunstgalerie« des Ministeriums<span class="Apple-converted-space"> </span>für islamische Angelegenheiten war ihm nicht ausreichend und so musste ich nochmal nachlegen, was ihn aber trotzdem nicht befriedigte und er schmollend beigab.</p>
<p class="p1"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-large wp-image-150 alignnone" src="https://love-family.de/wp-content/uploads/2017/02/DSC4069-web-a-683x1024.jpg" alt="" width="683" height="1024" srcset="https://love-family.de/wp-content/uploads/2017/02/DSC4069-web-a-683x1024.jpg 683w, https://love-family.de/wp-content/uploads/2017/02/DSC4069-web-a-600x900.jpg 600w, https://love-family.de/wp-content/uploads/2017/02/DSC4069-web-a-200x300.jpg 200w, https://love-family.de/wp-content/uploads/2017/02/DSC4069-web-a-768x1151.jpg 768w, https://love-family.de/wp-content/uploads/2017/02/DSC4069-web-a.jpg 1334w" sizes="(max-width: 683px) 100vw, 683px" /></p>
<p class="p1">In diesem Fall gab ich dem alten Herrn statt der geforderten 100 Dirham nur 20, unter der Voraussetzung, dass ich ein Foto von ihm machen dürfe. Auch dieses Mal war unser Führer enttäuscht.<br />
Auf der Rückfahrt sagte dann meine Frau zu mir: «Schade, heute gibt es wohl kein Happy End.«</p>
<h3 class="p1">Happy End?</h3>
<p class="p1">Kurz bevor wir in die Hauptstrasse einbogen, die zu unserem Stellplatz in der Neustadt von Tanahout führte, hörte ich durch das offene Fenster ein Pfeifen und entdeckte gleich das freundliche Lächeln des Schlüsselbesitzers, der unser auffälliges Auto sicher schon von weitem herankommen sah. Ich drehte eine Runde im Kreisverkehr und freute mich um so mehr, dass die Geschichte doch noch ein gutes Ende finden wird. Wir freuten uns beide sehr über unser Wiedersehen.</p>
<p class="p1">Ich hatte jedoch seinen Schlüssel nicht mehr, denn den hatte ich ja bei seinem Nachbarn abgegeben. So dauerte es einige Zeit, bis wir einen Passanten fanden, der gut Französisch verstand und uns weiterhelfen konnte. Zu den Sprachschwierigkeiten gesellte sich noch die Geschichte selber, die für einen Aussenstehenden schwer nachvollziehbar war. Dabei erschein es mir doch ganz natürlich und logisch, mich für all die Gastfreundlichkeit in diesem Land mit einer freundlichen Geste gegenüber einem Einheimischen zu bedanken.<br />
Aber auch diesmal gab es kein Happy End.<br />
Nachdem der Passant die Geschichte verstanden und sie ihm übersetzt hatte, konnte ich in seinem Gesicht weder Dankbarkeit noch Freude erkennnen. Ich erfuhr, dass der Berber das Schloß schon ausgetauscht hatte, um in seine Moschee zu gelangen und die Schlüssel nun nicht mehr benötigte.</p>
<p class="p1"><img decoding="async" class="size-large wp-image-133 alignleft" src="https://love-family.de/wp-content/uploads/2017/02/DSC4070-web-1024x632.jpg" alt="" width="720" height="444" srcset="https://love-family.de/wp-content/uploads/2017/02/DSC4070-web-1024x632.jpg 1024w, https://love-family.de/wp-content/uploads/2017/02/DSC4070-web-600x370.jpg 600w, https://love-family.de/wp-content/uploads/2017/02/DSC4070-web-300x185.jpg 300w, https://love-family.de/wp-content/uploads/2017/02/DSC4070-web-768x474.jpg 768w" sizes="(max-width: 720px) 100vw, 720px" />Er wirkte auf mich auf einmal fremd. Ich konnte mir nicht erklären, ob er meinen Aufwand komisch oder überflüssig fand, oder ob der Schlüssel ihm nicht mehr von Nutzen war und er deswegen keine Miene verzog.</p>
<p class="p1">Die anfängliche Freude des Wiedersehens machte am Ende einer Ernüchterung meinerseits Platz, das wir uns zwar im selben Land befinden, aber in anderen Welten leben.</p>
<p class="p1"><div id="mab-3491" class="magic-action-box mab-type-optin mab-id-349 mabstyle-royalty use-mab-button-1 mab-fields-layout-default mab-label-position-inline mab-auto-width-submit mab-center-fields mab-responsive mab-center-content" data-mabid="349" data-trackid="349" data-type="optin" data-track="1"  >
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		<title>Reparieren auf marokkanisch</title>
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		<dc:creator><![CDATA[MartinPi]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Feb 2017 01:35:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[reisen]]></category>
		<category><![CDATA[short story]]></category>
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					<description><![CDATA[Nach 4000 gefahrenen Kilometern mit unserem VW LT 35 von Norddeutschland bis nach Portugal hatte ich das Gefühl, unsere Bremsen tun ihre Dienste nicht mehr so, wie sie es eigentlich sollten. Beim ersten in die&#46;&#46;&#46;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Nach 4000 gefahrenen Kilometern mit unserem VW LT 35 von Norddeutschland bis nach Portugal hatte ich das Gefühl, unsere Bremsen tun ihre Dienste nicht mehr so, wie sie es eigentlich sollten. Beim ersten in die Bremse treten liess die Bremskraft zu wünschen übrig, erst beim sofortigen Nachtreten entfaltete sich die gewünschte Wirkung. Eine Recherche brachte mich zu der Erkenntnis, dass es Luft in der Bremsleitung sei, die aber nur in einer genau einzuhaltenden Reihenfolge über verschiedene Entlüftungsventile ausgeführt werden müsse. Aber ich bin kein Selbstschrauber, deswegen musste ich eine Werkstatt aufsuchen.<br />
Bei Vila do Bispo in der Algarve habe ich von jemanden gehört, die Werkstatt warte schon seit 3 Wochen auf ein Ersatzteil für seinen VW-Bus, denn er wolle nach Afrika fahren und vorher solle sein Bus in Ordnung sein. In diese Werkstatt bin ich natürlich nicht gefahren, denn obwohl es die einzige Werkstatt war, die von den überall anzutreffenden Campern empfohlen wurde, wollten wir nicht so lange warten, um über die Strasse von Gibraltar nach Marokko zu gelangen.<br />
Auf dem Weg nach Algeciras war ich in Spanien in 4 Werkstätten, bis sich jemand meines Problems annahm, es hörte sich kompliziert an, denn „es könnnte der Bremskraftverstärker sein, oder etwas anderes in der Nähe der Räder und so müsste erst alles der Reihe nach ausgebaut werden, um den Fehler zu finden“. Ausserdem müssten wir mindestens 1 Tag auf dem Campingplatz ohne Auto übernachten, Taxifahrten zwischen Werkstatt und Campingplatz einplanen. Dank meiner guten Spanischkenntnisse fühlte ich mich in Spanien zwar sicherer als in Portugal und günstiger als in Deutschland wäre es auch allemal geworden.<br />
Beinahe wären wir in die Werkstatt gefahren, aber am nächsten Tag fing es an zu regnen und die Vorstellung, auf 8 Quadratmetern zu fünft im Wohnwagen zusammengepfercht bei Regen zu verbringen, trieb uns mit reparaturbedürftigen Bremsen weiter auf den afrikanischen Kontinent, denn einige Marokko-Experten bei Facebook ermutigten mich, es dort in einer Werkstatt zu probieren.</p>
<h2 class="p1">Endlich Marokko</h2>
<p>Dort angekommen, konnte ich mir zuallererst überhaupt nicht vorstellen, dass das Problem behoben und dann auch noch günstiger als in Deutschland wird.<br />
Wir hatten Zwischenstopp im Norden in Asilah auf einem Campingplatz gemacht. Ich fand es recht teuer für einen unsauberen Platz ohne besonderen Komfort und desolaten Duschen. Wenn hier so Autos repariert werden, wie die Duschen aussehen, dann wundert es nicht, dass hier so viele Esel rumlaufen. Selbst das Waschen unserer Wäsche bei einer Reinigung hat in der unattraktiven Küstenstadt mehr gekostet, als der Self-Service in Portugal oder Spanien. Denn ich sollte anfangs jedes Teil einzeln bezahlen…<br />
Deswegen hat es uns dort nicht lange gehalten und so sind wir weiter zu Freunden nach Tahanout gefahren, die eine Wohnung für einen Monat gemietet hatten. Denn für uns war klar, dass wir vom eigentlichen Marokko noch nichts zu sehen bekommen haben.<br />
Eine Woche lang hatte ich mich nicht gewagt, das Problem der schlechten Bremsen in Angriff zu nehmen. Aber das tägliche, freundliche Entgegenkommen in der Nachbarschaft der Kleinstadt am Rande des Atlas kanpp eine Stunde von Marrakesch entfernt und das Drängen meiner Liebsten hatte mich dann doch ermutigt, den Sohn der Vermieter mit Namen Abdu anzusprechen, denn er war am Sonntag nachmittag zum Kaffee geladen.<br />
Kurz vor dem Losgehen des sehr freundlichen und aufgeschlossenen Marokkaners fasste ich mir ein Herz und fragte, ob er eine Auto-Werkstatt empfehlen kann. Und er fing kurzerhand an zu telefonieren und sagte, wir könnten gleich losfahren.</p>
<h2 class="p1">In der Werkstatt</h2>
<div id="attachment_107" style="width: 730px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-107" class="size-large wp-image-107" src="http://love-family.de/wp-content/uploads/2017/02/DSC_0843-web-1024x646.jpg" alt="" width="720" height="454" srcset="https://love-family.de/wp-content/uploads/2017/02/DSC_0843-web-1024x646.jpg 1024w, https://love-family.de/wp-content/uploads/2017/02/DSC_0843-web-600x379.jpg 600w, https://love-family.de/wp-content/uploads/2017/02/DSC_0843-web-300x189.jpg 300w, https://love-family.de/wp-content/uploads/2017/02/DSC_0843-web-768x485.jpg 768w" sizes="(max-width: 720px) 100vw, 720px" /><p id="caption-attachment-107" class="wp-caption-text">Autoreparatur auf Marokkanisch</p></div>
<p>Bei strömenden Regen und einbrechender Dunkelheit fuhren wir dann ein wenig an den Rand der Kleinstadt, wo wir uns zu einem weiteren wartenden Kunden dazugesellten.<br />
Vor einer weit geöffneten Garage, die bis auf ein Teetablett auf dem Boden vollgestopft war mit Ersatzteilen, befand sich eine ölverschmierte Grube. Kein Hinweisschild, das hier Autos repariert werden, nur die Telefonnummer am Garagentor, falls der Meister nicht zu Hause ist. Nur eine einzige Glühlampe erleuchtete die „Werkstatt“ mit Ihrem Sammelsurium von Karosserieteilen, Keilriemen und Schraubenkisten.<br />
Innerhalb kürzester Zeit kam ich an die Reihe und Abdu übersetzte die Symptome, die ich ihm auf Englisch erklärt hatte.<br />
Schnurstracks und zielsicher machte sich der Mechaniker mit seinem ölverschmierten Gesicht an die Bremsleitungen, um mit nur einem Maulschlüssel das in dem Bremssystem angefallene Wasser hinauszubefördern. Zuerst vom Motorraum aus forderten harte Berberworte, dass ich die Bremse treten, halten und loslassen sollte. Abdu übersetzte zwar immer, hatte aber plötzlich das Teetablett in der Garage zur Seite geräumt und mit einem Teppich und einem Stück Pappe ersetzt. Für ihn war nun die Zeit zum Beten.<br />
Wieder war ein helfender Einheimischer da, der meinen Platz auf dem Fahrersitz einnahm und die fordernden Worte des Berbers sofort verstand. Kaum war Abdu fertig mit seinem Gebet, schnappte sich der Mechaniker das Stück Pappe und legte sich darauf, um bei den hinteren Bremsventilen fortzufahren.<br />
Bevor ich begriff, dass hier kein weiterer Termin nötig war, waren die Bremsen auch schon wieder in Ordnung. Meine Freude über die Handwerkskunst des Berbers wich sehr schnell der anfänglichen Skepsis.<br />
Als ich den geforderten Preis bezahlt und obenauf noch Trinkgeld gegeben hatte und mit feuchten Augen meinen Dank zum Ausdruck gebracht hatte, erzählte ich Abdo von meinen Erfahrungen in Spanien und Portugal.</p>
<h2 class="p1">Ein Profi seines Fachs</h2>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-105 alignnone" src="http://love-family.de/wp-content/uploads/2017/02/DSC_0844-web-738x1024.jpg" alt="" width="720" height="999" srcset="https://love-family.de/wp-content/uploads/2017/02/DSC_0844-web-738x1024.jpg 738w, https://love-family.de/wp-content/uploads/2017/02/DSC_0844-web-600x833.jpg 600w, https://love-family.de/wp-content/uploads/2017/02/DSC_0844-web-216x300.jpg 216w, https://love-family.de/wp-content/uploads/2017/02/DSC_0844-web-768x1066.jpg 768w" sizes="(max-width: 720px) 100vw, 720px" /></p>
<p>Und er sagte mit tiefster Überzeugung: „He is a professional!“, was mir nun die Qualitätsarbeit auf dem Europäischen Kontinent in einem anderen Licht erscheinen lässt.<br />
Die Fotos sind dann bei einem zweiten Besuch enstanden, bei dem das Bugrad des Wohnwagens gerichtet wurde. Als Anerkennung für seine schnelle und unkomplizierte Hilfe schenkte ich Ihm meine Stirnlampe.<br />
Welche Erfahrungen hast Du mit Reparaturen in Werkstätten ausserhalb Deutschlands gemacht? Ich bin gespannt auf Deine Erfahrungen!<br />
Nachtrag:<br />
Als wir Marokko wieder verlassen haben, ist das Problem nach und nach wieder aufgetreten. In der heimischen Werkstatt lautete die Diagnose: Bremsflüssigkeit zu alt, deswegen hat sie Wasser gezogen und schlechter gebremst. Kostenpunkt: 83,50 Euro.</p>
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						<div class="mab-heading">Slowletter</div>
									<div class="mab-subheading">Weniger ist mehr!</div>
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		<title>Im Flow sein ist ein bisschen, wie unter Wasser sein</title>
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		<dc:creator><![CDATA[MartinPi]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Jan 2017 23:26:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[short story]]></category>
		<category><![CDATA[zitat]]></category>
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					<description><![CDATA[Dies ist ein Zitat aus dem Buch &#8222;Illusions&#8220; von Richard Bach, das mich schon sehr lange begleitet. Ich erinnere mich immer daran, wenn andere Leute sagen, sie bewundern uns für das, was wir so machen.&#46;&#46;&#46;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Dies ist ein Zitat aus dem Buch &#8222;Illusions&#8220; von Richard Bach, das mich schon sehr lange begleitet. Ich erinnere mich immer daran, wenn andere Leute sagen, sie bewundern uns für das, was wir so machen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Once there lived a village of creatures along the bottom of a great crystal river.<br />
The current of the river swept silently over them all &#8211; young and old, rich and poor, good and evil, the current going its own way, knowing only its own crystal self.<br />
Each creature in its own manner clung tighty to the twigs and rocks of the river bottom, for clinging was their way of life, and resisting the current what each had learned from birth.<br />
But one creature said at last, ‘I am tired of clinging. Though I cannot see it with my eyes, I trust that the current knows where it is going. I shall let go, and let it take me where it will. Clinging, I shall die of boredom.’<br />
The other creatures laughed and said, ‘Fool! Let go, and that current you worship will throw you tumbled and smashed across the rocks, and you will die quicker than boredom!’<br />
But the one heeded them not, and taking a breath did let go, and at once was tumbled and smashed by the current across the rocks.<br />
Yet in time, as the creature refused to cling again, the current lifted him free from the bottom, and he was bruised and hurt no more.<br />
And the creatures downstream, to whom he was a stranger, cried, ‘See a miracle! A creature like ourselves, yet he flies! See the Messiah, come to save us all!’<br />
And the one carried in the current said, ‘I am no more Messiah than you. The river delights to lift us free, if only we dare let go. Our true work is this voyage, this adventure.’<br />
But they cried the more, ‘Saviour!’ all the while clinging to the rocks, and when they looked again he was gone, and they were left alone making legends of a Saviour.</p>
<p>&nbsp;</p>
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